Digitale Bildung

Digitale Bildung

4.1. Medienkonzept

4.2. Konzept der i-Pad Klassen

4.2.1. Einleitung

Das Konzept der iPads an unserer Schule eröffnet Möglichkeiten für eine moderne und innovative Lernumgebung. SuS, die einer iPad-Klasse angehören, verfügen über ein eigenes Gerät, das sie nicht nur im Unterricht, sondern auch zu Hause nutzen können. Dadurch wird das Lernen orts- und zeitunabhängig gestaltet, was einen flexibleren Zugang zu Lerninhalten ermöglicht. Für die übrigen Klassen stehen iPad-Koffer zur Verfügung, deren Geräte jedoch nur während des Unterrichts genutzt werden können.

4.2.2. Pädagogische und rechtliche Rahmenbedingungen

4.2.2.1. Bezug zum Leitbild

Leitsatz 8 - Wir sind eine Schule, die geprägt ist von der Selbstverständlichkeit des digitalen Lehren und Lernens, einer bestmöglichen individuellen Förderung aller sowie einem aktiv praktizierten sozialen Miteinander.

Die frühe Einführung von iPad-Klassen als erste Schule der Stadt Lünen und die gute mediale Ausstattung durch den Schulträger haben dazu geführt, dass das Lehren und Lernen an der Städt. Realschule Lünen-Altlünen bereits seit 2017 durch den Einsatz digitaler Medien geprägt ist.

4.2.2.2. Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der iPad-Klassen leiten sich aus den Gesetzen des Schulgesetzes NRW sowie den Datenschutzverordnungen ab. 

Das Schulgesetz NRW legt fest, dass die Schulen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag unter anderem mit Hilfe digitaler Medien erfüllen sollen.

  • 1 Absatz 2 Satz 2 SchulG NRW besagt: "Die SuS sollen insbesondere lernen [...] auch in der digitalen Welt mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen."
  • 2 Absatz 4 Satz 3 SchulG NRW: Sie erwerben Kompetenzen, um zukünftige Anforderungen und Chancen in einer digitalisierten Welt bewältigen und ergreifen zu können.
  • 8 Absatz 2 SchulG NRW: Zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags kann die Schule bereitgestellte Lehr- und Lernsysteme sowie Arbeits- und Kommunikationsplattformen in digitaler Form nutzen.

§120 Absatz 4 Satz 3 SchulG NRW: Die Schule darf für den Einsatz digitaler Lehr- und Lernmittel personenbezogene Daten der SuS und der Eltern verarbeiten, soweit dies für die Aufgabenerfüllung der Schule erforderlich ist.  Dies gilt entsprechend für den Einsatz von Lehr- und Lernsystemen und Arbeits- und Kommunikationsplattformen einschließlich Videokonferenzsystemen (§ 8 Absatz 2); in diesem Rahmen sind die SuS zur Nutzung verpflichtet.

4.2.2.3. Bezug zum Referenzrahmen NRW

Das Qualitätstableau NRW verweist im Punkt 2.10 auf das Lehren und Lernen im digitalen Wandel. Das Arbeiten mit den iPads an der RSA unterstützt dieses Kompetenzfeld auf vielfältige und leicht zugängliche Weise, sowohl bei SuS aus der iPad-Klasse als auch bei SuS aus regulären Klassen. Schwerpunkte ergeben sich aus:

  1. Grundlegende digitale Fähigkeiten: Das Arbeiten mit und an iPads fördert die Bildung digitaler Grundfähigkeiten wie die wichtigsten Bedienelemente in Hard- und Software sowie den Umgang mit Standard-Apps zur Erstellung von digitalen Lernprodukten.
  2. Informationskompetenz: Mithilfe des Internets sind Informationen zu fast jedem Thema allzeit verfügbar. Die Kompetenz, diese Informationen zu erlangen, zu sortieren und zu filtern, ist unentbehrlich, um das Internet in der heutigen Zeit verantwortungsvoll zu nutzen.
  3. Kommunikation: Das iPad bietet die Möglichkeit, digitale Produkte zu erstellen, zu bearbeiten und zu versenden. Den SuS aus den iPad-Klassen stehen dazu weitere, individuelle Kommunikationswege zur Verfügung.
  4. Medienproduktion: Neben Bild-, Text- und Tonmaterialien versetzt das iPad mit unterschiedlichen Apps die SuS in die Lage, eine Vielzahl von Medienprodukten selbstständig zu kreieren und zu bearbeiten.

Datenschutz und Sicherheit: An das Medienkonzept angelehnt, werden die SuS mit dem iPad auf einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren eigenen und den Daten anderer geschult und über Risiken und Gefahren informiert.

4.2.3. SMARTe-Ziele

4.2.3.1. Ziel 1: Erlernen des Umgangs mit dem iPad als bevorzugtes Endgerät zur Navigation in der digitalen Welt

S (specific): Das Ziel ist es, den SuS hinreichende Kompetenzen entsprechend des Referenzrahmens zu vermitteln, sodass sie sich in der digitalen Welt zurechtfinden können. Im spezifischen werden diese Kompetenzen mit dem iPad vermittelt, sind aber auch Bestandteil eines allgemeinen Medienkonzepts, welches dieses Ziel mit anderen Endgeräten zu erreichen sucht. Nötig sind dazu geschulte Lehrkräfte, die sich ebenfalls in der digitalen Welt auskennen und den SuS Hilfestellungen geben können. Die ersten Schritte auf diesem Weg sollten die SuS schon in den ersten Jahrgangsstufen machen: zuerst im Fach Informatik in Klasse 6, aber auch in anderen Fächern ist der Kompetenzerwerb möglich. Die iPad-Klasse sticht hier heraus, da das Erlernen dieser Kompetenzen der SuS dieser Klasse einen maßgeblichen Einfluss auf deren Unterricht und die Produktivität hat.

M (measurable): Eine genaue Messbarkeit der Kriterien dieses Ziels sind schwer zu bestimmen. Während im Informatiunterricht für alle SuS (iPad-Klasse/reguläre Klassen) Lernzielkontrollen über die Inhalte der einzelnen Themen durchgeführt werden, müssen in der iPad-Klasse bestimmte Fähigkeiten (funktionale Fähigkeiten) im laufenden Unterricht (möglichst alle Fächer) als alltägliches Handwerkszeug vermittelt werden (Umgang mit: GoodNotes, AirDrop, Erstellen einer Ordnerstruktur). Um diese Kompetenzen zu überprüfen, kontrolliert die Lehrkraft die Fähigkeiten der SuS in regelmäßigen Abständen.

A (achievable): Motivation ist bei SuS, die sich mit digitalen Inhalten und Geräten auseinandersetzen ein weniger großes Problem als mit Printmedien, kann sich aber im Laufe der Zeit zum Negativen entwickeln, wenn es um Kompetenzen geht, die den SuS wenig wirksam erscheinen oder schlicht schon bekannt sind. Gerade das Neue der digitalen Welt macht das Reizvolle aus, verblasst aber schnell, wenn das iPad als Arbeitsgerät eingestuft wird. Es liegt daher in den Händen der Lehrkräfte, die Inhalte attraktiv aufzubereiten und der Lerngruppe anzupassen, da Motivation signifikant mit Lernerfolg korreliert. Intrinsische Motivation sollte dabei durch Wirksamkeit erzeugt werden, denn wenn die SuS, die in der Schule erlernten Inhalte auch in ihrem alltäglichen, digitalen Leben gebrauchen und anwenden können, steigt das Bedürfnis mehr über diese Themen zu erfahren.

R (reasonable): Die Gratwanderung besteht in der Motivation der SuS, durch relevante Inhalte ein Bedürfnis nach Erkenntnissen zu wecken, ohne dabei zu tief in die digitale Welt einzutauchen. Kinder sehen sich heutzutage einer Vielzahl von Verlockungen ausgesetzt, welche zum Ziel haben, das Kind möglichst lange vor den Bildschirm zu bannen. Auch manche edukative Programme machen sich eine „gamification“ oder den „Flow-Effekt“ zunutze. Hier muss die Lehrkraft (soweit ihr möglich und sie es absehen kann) die Kontrolle über das Pensum und Anforderungsgrad der digitalen Aufgaben übernehmen.

T (trackable): Eine regelmäßige Kontrolle über die funktionalen Fähigkeiten der SuS, unabhängig von ihren fachlichen Kenntnissen zur digitalen Welt und den Inhalten des ITG-Unterrichts, soll den reibungslosen Ablauf von praktischen Unterrichtsabläufen garantieren. Die SuS der iPad-Klasse erhalten die iPads i.d.R. zu Beginn des 2. Halbjahres der fünften Klasse, sodass eine Kontrolle der Funktions- und Handlungsfähigkeit in gleichmäßigen Abständen von 2 Wochen bis zur Sicherstellung aller nötigen Fähigkeiten (Handhabung der wichtigen Apps (Edupage, GoodNotes, AirDrop, Stift, Tastatur)) durchgeführt werden sollte.

4.2.3.2. Ziel 2: Die iPad-Klasse arbeitet so papierlos wie möglich.

S (specific): Der große Vorteil eines eigenen Gerätes, wie es die SuS der iPad-Klasse haben, ist die Verfügbarkeit und die Organisierbarkeit von Lernmaterialien. Die SuS haben alle Bücher, Dokumente und Heft stets griffbereit und zur Verfügung. Die Medienerziehung und Ausbildung einer guten Medienkompetenz sind Aufgaben, die die Lehrenden allen SuS der Schule angedeihen lassen müssen, doch mit einem eigenen iPad ist es möglich, den Schulalltag komplett ohne Papier zu bestreiten. Nötig hierfür ist ein Lehrkörper, die mit der Nutzung von digitalen Medien vertraut ist und die SuS anleiten kann, wenn die funktionalen Fähigkeiten der SuS noch nicht ausreichend sind.

M (measurable): Wie im ersten Ziel bereits erwähnt, sind die funktionalen Fähigkeiten der SuS, die Bedienung von Schlüssel-Apps (Edupage und GoodNotes) und Handhabung der Hardware (AirDrop und Kamera) von ausschlaggebender Bedeutung (siehe Abbildung 1), um das Ziel zu erreichen und eine Überprüfung dieser Kompetenzen sichert die Entwicklung des kompletten übrigen Lernablaufs. Nur wenn die SuS ihr iPad sicher bedienen können, können sie den Unterricht in der iPad-Klasse effizient erfahren. Eine messbare Kontrolle dieser Fähigkeiten wird durch die Lehrkraft in regelmäßigen Abständen (2 Wochen) und mit zunehmendem Umfang vorgenommen.

A (achievable): Die Nutzung von iPads gilt als bedienungsfreundlich, Icons und Kacheln sind groß dargestellt und übersichtlich angeordnet. Viele Bedienelemente sind denen auf anderen Apple-Geräten sehr ähnlich und können von den SuS wiedererkannt werden, sollten sie bereits Erfahrungen mit solchen Geräten haben. Dies sind gute Voraussetzungen für das Erlernen der funktionalen Kompetenzen und erleichtern den Einstieg in das digitale Arbeiten, was dann zu einer Steigerung von motivierenden Erlebnissen führen sollte.

R (reasonable): Papierloses Arbeiten von SuS schont die Umwelt, erleichtert die Organisation von Unterricht, beschleunigt die Verbreitung von Informationen und bereitet auf eine digitale Arbeitswelt vor. Die kreativen Möglichkeiten von Apps wie GoodNotes sind enorm und bieten dazu einen hervorragenden Weg Printmedien in die digitale Welt zu überführen. Fotos, Tafelbilder, Arbeitsblätter und andere Unterrichtsprodukte lassen sich fotografieren oder scannen und dann bearbeiten und sortieren. Es kann den Kindern sogar freigestellt werden, ob sie im Unterricht klassisch mit Lineal und Bleistift oder Füller arbeiten wollen oder mit dem iPad, da die klassischen Produkte fotografiert und eingebunden werden können. Ein Wechsel ist also immer möglich, auch wenn es dem Ziel der Papierlosigkeit widerspricht, sollte es einzelnen SuS helfen sich besser auf Lernsituationen einzustellen. Zudem sollen Klassenarbeiten und schriftliche Lernzielkontrollen weiterhin auf Papier angefertigt werden, da Alternativen hierfür bislang noch nicht stabil oder sicher genug sind (auf Dauer soll aber auch hier die Papierlosigkeit angezielt werden).

T (trackable): Wie im vorherigen Ziel beschrieben, muss in regelmäßigen Abständen der Fähigkeitsstand der SuS überprüft werden, um zu gewährleisten, dass die Kinder in der Lage sind, das volle Potential der Vorteile der iPad-Klasse zu nutzen. Bis auf weiteres sollen in Abständen von 2 Wochen in den Klassenlehrerstunden den SuS kleine Aufgaben gestellt werden, deren Bewältigung zeigt, wie es sich für jedes Kind mit den Kenntnissen im Umgang mit dem iPad verhält (siehe Abbildung 1). Beispiele können sein: Verschiedene Ordner und Seitenformate in GoodNotes zu erstellen, eine Datei per AirDrop zu versenden oder eine Nachricht auf Edupage zu beantworten und ein Bild anzuhängen. Die Fähigkeiten sollen zu Beginn vermittelt werden, um sie dann in den Alltag einzubinden.

Schwierigkeitsgrad

Kompetenz

Benötigte Ressourcen

Leicht

Das iPad ein- und ausschalten

iPad

Leicht

Den Apple Pencil mit dem iPad koppeln

iPad, Apple Pencil

Leicht

Den Apple Pencil zur Bedienung des iPads verwenden

iPad, Apple Pencil

Leicht

Die Bildschirmtastatur und eine externe Tastatur nutzen

iPad, ggf. externe Tastatur

Leicht

Die iPad-Regeln erlernen und im Unterricht anwenden

Lehrerhinweise, Regeln

Mittel

Einen Screenshot auf dem iPad erstellen

iPad

Mittel

Dateien über AirDrop an andere Geräte senden

iPad, andere Apple-Geräte

Mittel

Dateien mithilfe der Taskcard-App austauschen

Taskcard-App, WLAN

Mittel

Die grundlegenden Funktionen der GoodNotes-App nutzen

iPad, GoodNotes-App

Mittel

Einen digitalen Hefter für verschiedene Fächer in GoodNotes anlegen und verwalten

iPad, GoodNotes-App

Mittel

Die Formatierungsmöglichkeiten in GoodNotes anwenden

iPad, GoodNotes-App

Mittel

Bilder und PDFs in einen digitalen Hefter in GoodNotes einfügen

iPad, GoodNotes-App

Mittel

Hausaufgaben mit der EduPage-App senden

iPad, EduPage-App

Schwer

Eine Präsentation mit der Keynote-App erstellen und gestalten

iPad, Keynote-App

(Abbildung 1: Reihenfolge der funktionalen Kompetenzen in der Erprobungsstufe)

4.2.4. Inhaltliche Ausgestaltung

Das iPad-Konzept der RSA ist Teil eines größeren Medienkonzepts. Wie in Abbildung 2 zu erkennen ist, beschäftigt sich das iPad-Konzept mit den Teilbereichen des Medienkonzepts, welche das iPad in den Mittelpunkt stellen. Hierbei wird unterschieden zwischen der Nutzung des iPads in den regulären Klassen, welche hauptsächlich mit den Geräten aus den Koffern arbeiten, und der Nutzung von iPads in den iPad-Klassen.

Abbildung: Darstellung des Medienkonzepts (iPad-Konzept und Unterpunkte rot gekennzeichnet).

Städtische Realschule Altlünen - Digitale Bildung

Die iPads bilden einen zentralen Punkt in der Medienerziehung und dem Arbeiten mit neuen Medien an der RSA. iPad-Koffer sind mit jeweils 14-16 Geräten auf jedem Flur verteilt und können von allen Lehrkräften über Edupage gemietet und im Unterricht benutzt werden. Individuell nach Nutzungsbereich können 2-3 Kinder an einem iPad lernen oder, wenn zwei Koffer gebucht werden, jedes Kind an einem eigenen Gerät. Die Geräte werden dabei nicht individualisiert und gespeicherte Dateien und Medienprodukte werden nicht gesondert gesichert.

Ein besonderer Vorteil der iPad-Klassen ist die digitale Heftführung, die speziell mit der App GoodNotes erfolgt. Dies erleichtert nicht nur die Organisation, sondern ermöglicht auch eine übersichtliche und strukturierte Arbeitsweise. Darüber hinaus spielt die Nutzung moderner Software wie Keynote, Pages und Numbers eine zentrale Rolle. Damit können SuS grundlegende Kompetenzen im Bereich der EDV erlernen und vertiefen, was sie optimal auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt vorbereitet.

Ein weiteres wichtiges Element ist die Nutzung von EduPage, einer Plattform, die die Verteilung von Hausaufgaben, Informationsmaterialien und Unterrichtsinhalten vereinfacht. Zudem fördert sie eine transparente Kommunikation zwischen Lehrkräften und SuSn. Dokumente können unkompliziert erstellt, bearbeitet und in GoodNotes gespeichert werden, wodurch die Arbeit mit Lernmaterialien deutlich effizienter wird.

Nicht zuletzt profitieren die iPad-Klassen von der Verfügbarkeit digitaler Lernprodukte. Interaktive Inhalte und multimediale Materialien bereichern den Unterricht und machen das Lernen abwechslungsreicher und nachhaltiger. Dieses Konzept trägt somit entscheidend dazu bei, die SuS optimal auf die Herausforderungen einer digitalisierten Welt vorzubereiten.

Das Konzept der iPad-Klassen und der Arbeit mit den iPad-Koffern wird durch ein umfassendes Medienkonzept ergänzt, das für alle SuS unserer Schule angeboten wird. Ziel dieses Konzepts ist es, die Lernenden nicht nur im Umgang mit digitalen Werkzeugen zu schulen, sondern sie auch zu verantwortungsvollen und reflektierten Nutzern der digitalen Welt zu entwickeln.

Ein wichtiger Bestandteil des Medienkonzepts ist der Einsatz von und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) für unterrichtliche Zwecke. Die SuS lernen, wie KI-gestützte Tools sinnvoll eingesetzt werden können, um Lernprozesse zu unterstützen, kreative Projekte umzusetzen und Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Gleichzeitig wird ein kritischer Blick auf die Funktionsweise und die Grenzen solcher Technologien vermittelt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewertung von Informationen aus dem Internet und den sozialen Medien. Die Lernenden werden darin geschult, Quellen auf ihre Seriosität und Glaubwürdigkeit zu prüfen, um Fehlinformationen zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dies fördert die Entwicklung eines verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Inhalten und stärkt ihre Kompetenz, sich sicher und bewusst in der digitalen Informationslandschaft zu bewegen.

Auch der Schutz vor Gefahren im Internet ist ein elementarer Bestandteil des Trainings. Die SuS lernen potenzielle Risiken wie Cybermobbing, Datenmissbrauch oder unsichere Inhalte zu erkennen und darauf zu reagieren. Dabei werden praktische Strategien für den Umgang mit solchen Herausforderungen vermittelt, um die persönliche Sicherheit im digitalen Raum zu gewährleisten.

Darüber hinaus liegt ein Fokus auf der Entwicklung und dem Ausbau von Kommunikationsfähigkeiten in der digitalen Welt. Die SuS lernen, wie sie sich in verschiedenen digitalen Kontexten klar, respektvoll und effektiv ausdrücken können, sei es in E-Mails, auf Plattformen oder in Videokonferenzen. Dies unterstützt sie nicht nur in der schulischen Zusammenarbeit, sondern bereitet sie auch auf die Anforderungen moderner beruflicher und sozialer Kommunikation vor.

Durch die Kombination von iPad-basiertem Lernen und einem umfassenden Medienkompetenztraining werden die SuS unserer Schule optimal auf die Herausforderungen und Chancen einer zunehmend digitalisierten Welt vorbereitet.

4.2.4.1. Ausstattung der iPads mit Apps

Die iPads der RSA lassen sich über zwei Wege mit APPs bespielen. Zum einen kann der Administrator des JamF-Managements APPs auf jedes verwaltete Gerät installieren und deinstallieren. Diese Option dient dazu, ganze Klassen oder Gruppen mit gleichen APPs zu versorgen und zu updaten. Zum anderen ist es möglich, dass SuS aus der iPad-Klasse eigenständig APPs auf ihrem Gerät installieren, indem sie mit einer eigenen Apple-ID sich APPs aus dem APP-Store herunterladen. Diese können, anders als die vom Administrator zur Verfügung gestellten APPs, kostenpflichtig sein. Diese Kosten müssen dann von den Apple-ID-Besitzern getragen werden, während kostenpflichtige APPs, die vom Administrator installiert werden, keine Kosten für die iPad-Nutzer verursachen.

Sowohl auf den iPads der Koffer als auch auf den iPads der iPad-Klassen werden standardmäßig APPs von der Administration vorinstalliert, welche sich auch nicht vom Benutzer entfernen lassen. Für die Koffer-iPads sind hier die klassischen iOS-APPs zu nennen (Writer, Pages, Numbers, Notes) sowie einzelne von den Fachschaften ausgewählte APPs zum Fachunterricht. Auf die Geräte der SuS aus der iPad-Klasse kommen die APPs GoodNotes und Eduage hinzu.

Sollten spezielle APPs für den Fachunterricht benötigt werden, können diese Wünsche an die Administratoren herangetragen werden und die APPs werden über das JamF-Verteilungssystem auf den gewünschten Geräten installiert.

4.2.4.2. Zusammensetzung der iPad Klasse

Bei der Anmeldung der Grundschüler im Frühjahr können Eltern den Wunsch äußern, dass ihr Kind in die iPad-Klasse kommen soll. Sie werden bereits beim Anmeldegespräch darüber aufgeklärt, dass sie ein iPad finanzieren müssen und dass dieses Gerät in die enƞernte Verwaltung der Stadt Lünen aufgenommen wird. Erfahrungsgemäß wollen etwa die Hälfte aller Schüler*innen diese Klasse besuchen. Bei der Klassenzusammensetzung der IPad Klasse wird darauf geachtet, dass möglichst alle Grundschulen vertreten sind, die Geschlechtszugehörigkeit möglichst gleichmäßig verteilt ist und dass die Wünsche der Schüler*innen gemeinsam mit einem Freund/ einer Freundin in diese Klasse zu kommen, ebenfalls berücksichtigt werden. Auch Schüler*innen mit Förderbedarf können in die iPad-Klasse aufgenommen werden.

4.2.4.3. Anschaffung der Geräte/Finanzierung (iPad-Klasse)

Die Eltern kaufen die Geräte bei einem Dienstleister, den die Schule benennt. Seit 2020 arbeitet die RSA hier mit der Firma Thinkred zusammen. Diese bietet in einem Online Shop unterschiedliche Bundles an, die aus Hülle, Stift, ggf. Tastatur und iPad bestehen. Außerdem erhalten die Eltern von der Schule den Bildungsnachweis, der es ermöglicht, die Geräte verbilligt zu beziehen. Die Geräte müssen bei diesem Dienstleister bezogen werden, weil nur dadurch gewährleistet ist, dass wir die iPads in das MDM der Schule lassen können. Eine sog. "life-time-Lizenz" muss von den Eltern nicht separat erworben werden, sondern ist im Preis der Geräte inbegriffen und wird durch die Stadt Lünen erworben. Nur Geräte, die der Administrator in das JamF der Stadt Lünen eingepflegt hat, dürfen an der Realschule Lünen-Altlünen auch im Unterricht benutzt werden. Privat gekaufte Geräte dürfen zur Zeit im Unterricht nicht benutzt werden. Welche iPad - Generation mit wie viel Speicher gekauft wird, überlässt die Realschule Altlünen den Eltern, allerdings zeigt sich in jüngster Vergangenheit, dass 64GB Geräte schnell an ihre Grenzen stoßen, da die iOS updates ebenfalls mehr Speicher benötigen. Die Geräte werden als Sammelbestellung an einem Elternabend im Herbst/ Winter bestellt. Hierbei leitet ein Admin die Eltern durch den Bestellprozess und erläutert die Unterschiede der einzelnen Geräte. Ausgeliefert werden die iPads erst dann, wenn alle Geräte bezahlt sind.

4.2.5. Evaluation

Das Konzept beinhaltet einerseits sowohl Schleifen zur Evaluation der Fähigkeiten der Kinder als auch über die Effektivität des Konzepts an sich. So sollen die funktionalen Fähigkeiten der SuS im Abstand von 2 Wochen mit wachsendem Herausforderungsgrad überprüft werden. Wie in den SMARTen Zielen definiert, belaufen sich die funktionalen Fähigkeiten auf die Kompetenzen der SuS, das iPad und dessen Apps in ausreichendem Umfang zu beherrschen, und den Lernerfolg in den iPad-Klassen zu gewährleisten. Diese Überprüfungen sollten flexibel und zu Beginn kleinschrittig und spielerisch gestaltet sein. Die Lehrperson hat hier große Entfaltungs- und Individualisierungsmöglichkeiten und die Kontrollen auf einzelne SuS oder die Lerngruppe abzustimmen.

Zur Evaluation des vorliegenden Konzepts oder Teilen davon wird halbjährlich (bei Bedarf öfter) eine Besprechung zur Überprüfung der Aktualität angesetzt. Die digitale Welt ist schnelllebig und wandlungsfähig, weshalb gut durchgeführte Feedback-Schleifen eine wichtige Grundlage zum Gelingen von digital gestützten Unterricht nötig sind. Die Besprechungen fußen auf den Unterrichtserfahrungen und -eindrücken der iPad-Klassenlehrer, der digital arbeitenden Fachlehrer und der Administratoren. Änderungs- und Aktualisierungswünsche können besprochen und umgesetzt werden.

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